Gartenpflege für den Januar: So starten Sie ins neue Gartenjahr 2025

Der Januar mag kalt und dunkel sein, aber für leidenschaftliche Gärtner gibt es immer etwas zu tun. Nix desto trotz sollten Sie versuchen, zum Jahresanfang die Ruhe zu bewahren. Denn so können Sie vielen Tieren und auch Insekten durch den Winter helfen. Benjeshecken, Laubhaufen, Totholzhaufen und verblühte Pflanzenstängel sollten unberührt bleiben. Hier finden Igel, Insekten und andere Lebewesen Schutz. Nehmen Sie im Januar keine großen Aufräumaktionen vor. Auch von Umgrabungen ist abzusehen, um das Bodenleben zu schützen. Folgende Gartenarbeiten können Sie im Januar trotzdem durchführen, ohne die Natur zu stören:

  • Winterschutz überprüfen: Stellen Sie sicher, dass empfindliche Pflanzen gut vor Frost geschützt sind. Decken Sie sie mit Vlies oder Stroh ab und kontrollieren Sie regelmäßig, ob der Schutz noch intakt ist.
  • Vogelfütterung: Helfen Sie den Vögeln durch den Winter, indem Sie Futterstellen einrichten. Achten Sie darauf, regelmäßig frisches Futter bereitzustellen und die Futterstellen sauber zu halten.
  • Planung für das neue Gartenjahr: Nutzen Sie die ruhige Zeit, um Pläne für das kommende Gartenjahr zu schmieden. Überlegen Sie, welche Pflanzen Sie anbauen möchten, und erstellen Sie eine Saatgutliste.
  • Kompost umsetzen: Wenn der Boden nicht gefroren ist, können Sie Ihren Kompost umsetzen. Dies fördert die Zersetzung und sorgt dafür, dass Sie im Frühjahr wertvollen Humus zur Verfügung haben.
  • Obstbäume schneiden: Der Januar ist ein guter Zeitpunkt, um Obstbäume zu schneiden. Entfernen Sie abgestorbene oder kranke Äste und sorgen Sie für eine gute Belüftung der Krone.
  • Frühblüher pflanzen: Wenn der Boden nicht gefroren ist, können Sie noch Blumenzwiebeln für Frühblüher wie Krokusse und Schneeglöckchen pflanzen. Diese bringen im Frühjahr Farbe in Ihren Garten.
  • Den Tannenbaum verwerten: Im Januar hat der Tannenbaum ausgedient. Doch nach seinem kurzen Einsatz als Weihnachtsschmuck kann der Nadelbaum Ihnen noch weitere Dienste im Garten erweisen. Bevor Sie ihn also entsorgen, nutzen Sie den Tannenbaum doch besser als Frostschutz für empfindliche Stauden oder schreddern ihn im Gartenhäcksler, um ihn als Mulchschicht in den Beeten zu verwenden. Haben Sie einen Weihnachtsbaum im Topf gekauft, können Sie ihn im Januar in den Garten pflanzen, wenn der Boden frostfrei ist.
  • Unkraut zupfen bei milden Temperaturen: Auch im Januar kann sich vereinzelt Unkraut in den Beeten zeigen. Wer jetzt schnell handelt und die unerwünschten Pflanzen gezielt entfernt, spart sich im Frühling viel Arbeit. Unser Tipp: Hacken Sie die Blumenbeete nicht wahllos, da dabei auch Keimlinge von Stauden und hübschen Wildblumen zerstört werden könnten, die sich selbst ausgesät haben. Lassen Sie diese stehen, denn sie sind Ihre Verbündeten im Kampf gegen das Unkraut. Je mehr erwünschte Pflanzen sich aussäen, desto dichter wird das Blumenbeet und desto weniger Unkraut kann sich später ausbreiten.

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  • Bei Schnee – Schneelast entfernen: Achten Sie darauf, schwere Schneelasten von Bäumen und Sträuchern zu entfernen, um Schäden zu vermeiden. Schütteln Sie den Schnee vorsichtig ab, um die Äste nicht zu brechen.
  • Neue Beete schonend anlegen: Wie wir ja bereits erwähnt haben, sollten große Projekte wie Umgrabungen im Januar vermieden werden, um das Bodenleben zu schützen. Dennoch können Sie im Januar neue Gemüse- und Blumenbeete oder Blühstreifen vorbereiten und anlegen – ganz ohne Graben. Uns so geht´s: Legen Sie dazu Abdeckvlies oder eine Plane auf den Rasen und beschweren Sie diese mit Steinen, Dachlatten oder anderen schweren Gegenständen. Wichtig ist, dass die Abdeckung blickdicht und für Unkraut sowie Gras undurchlässig ist. So kann das Gras unter der Plane nicht weiterwachsen und stirbt nach einiger Zeit ab. Sobald sich der Rasen gelb verfärbt hat, können Sie das Vlies oder die Plane entfernen und eine dicke Mulchschicht sowie abschließend Erde auftragen. Die Schicht muss so dicht sein, dass kein Licht hindurchdringen kann – andernfalls wächst das Gras einfach wieder durch.
  • Nutzen Sie den Monat zum Einkochen: Der Jahresbeginn ist die ideale Zeit für Selbstversorger, um eingekochte Speisen und Lagerware zu überprüfen und gegebenenfalls auszusortieren. Außerdem gibt es in der Werkstatt oder im Gartenhaus sicherlich einige Ecken, die aufgeräumt werden müssen. Für ungeduldige Gärtnerinnen und Gärtner gibt es im Januar also genug zu tun.

UNSER EXTRA TIPP:
Beim Kauf von Schuhen, Kleidung oder Elektrogeräten findet man oft kleine Tütchen mit Silica-Gel. Viele werfen diese Beutelchen einfach weg, doch das sollte man besser nicht tun. Silica-Gel ist nämlich ein äußerst praktischer Helfer im Haushalt. Man kann nämlich u.a. Samen am vorzeitigen Keimen hindern, wenn man ein Silica-Gel-Tütchen mit in die Aufbewahrungsdose der Samen legt. Dieses bindet eindringende Feuchtigkeit und verhindert so, dass die Samen zu früh aus ihrem „Winterschlaf“ erwachen. Auch die Gartengeräte können vor Feuchtigkeit geschützt werden, indem man einige Päckchen Silica Gel mit in die Werkzeugkiste oder in die Schublade legt.

Jan Schulze

Mit diesen Tipps können Sie Ihren Garten auch im Januar optimal pflegen und sich auf ein erfolgreiches Gartenjahr vorbereiten – Wenn Sie möchten kümmern wir uns um Ihren Garten!

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