Lavendel verleiht jedem Garten oder Balkon einen Hauch von mediterranem Flair. Gleichzeitig lockt er Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlingen an und bietet ihnen Nahrung. Die Pflanze ist dabei relativ anspruchslos – vorausgesetzt, Lavendel bekommt einen sonnigen und möglichst windgeschützten Standort. Der Echte Lavendel, auch Lavandula angustifolia genannt, gehört zur Pflanzenfamilie der Lippenblütler, zu denen auch Minze und Salbei zählen. Bereits die Römer verbrannten vor Jahrhunderten Lavendelzweige zur Abwehr von Krankheiten. In der Geburtshilfe zählt ätherisches Lavendelöl schon seit jeher zu den hilfreichsten Ölen. Seine Ursprünge hat Lavendel in den französischen Seealpen und der Provence, Spanien, Marokko und Argentinien.
Damit der Halbstrauch auch über längere Zeit hinweg schön voll bleibt, sollte man Lavendel zweimal im Jahr schneiden. Der erste Schnitt erfolgt zu Beginn des Frühjahrs (zwischen Ende Februar und Ende März), der zweite Schnitt zum Ende der Blütezeit (Anfang bis Mitte August). Aber Vorsicht: Ist der Winter lang und kalt, wird der Rückschnitt weiter nach hinten verlegt, ansonsten könnte der Lavendel Kälteschäden davontragen.
Zusammengefasst:
Übrigens: Wenn der Lavendel nicht blüht, kann ein falscher Schnitt der Grund dafür sein. Doch auch der Standort und die Wassergaben haben unter anderem Einfluss darauf.Um Fehler bei der Lavendelpflege zu vermeiden, gilt: Verzichten Sie auf jegliche Dünger- oder Kompostgaben. Lavendel liebt mineralischen Boden und zu viele Nährstoffe beeinflussen das Wachstum der Triebe eher ungünstig, da die Pflanzen mastig werden und an Standfestigkeit verlieren. Wer Lavendel zu stark düngt, tut ihm keinen Gefallen. Gießen müssen Sie Ihren Lavendel nur bei anhaltender Trockenheit.
Nach dem Schneiden der Heilpflanze müssen Sie den Lavendel-Rückschnitt nicht wegwerfen. Verwerten Sie die Reste lieber weiter – zum Beispiel für Duftsäckchen, die Sie in Ihrer Garderobe und Ihrem Schrank aufhängen können. Ein mit Lavendelblüten gefülltes Duftsäckchen ist ein bewährtes Hausmittel gegen Motten und sorgt gleichzeitig für frischen Duft. Daher eignen sich vor allem die Abschnitte vom Sommerschnitt nach der Blütezeit für die Weiterverwertung zu Duftsäckchen.
Lavendel ist auch ein klassisches Nervenberuhigungsmittel, das entspannend wirkt, ohne uns müde zu machen. Bei Kopfschmerzen sorgt das mediterrane Kraut ebenfalls für Entspannung. Neben der Verwendung des ätherischen Öls können Sie die getrockneten Blüten auch als Tee trinken oder als Badezusatz verwenden.
Ob als Zierpflanze, Duftspender oder Heilpflanze – Lavendel ist ein aromatischer Begleiter, der jeden Garten bereichert und uns durch den Sommer führt.
Deutsch
Präsentiert von OneTap
Standard