Gartenarbeiten im Juli – alles auf einen Blick

Für viele Gärtner gehört der Juli zu den schönsten Zeiten des Jahres. Die angenehmen Temperaturen bieten die perfekte Gelegenheit zur Entspannung und die Pflanzen erstrahlen in ihrer vollen Schönheit. So wird der Garten im Juli zu einem idealen Rückzugsort, um sich zu erholen. Allerdings ist der Juli auch eine arbeitsreiche Zeit im Garten: Es gibt Aussaaten und Ernten zu erledigen, Pflegearbeiten durchzuführen und Schnittmaßnahmen vorzunehmen.

Aussaat und Pflanzungen im Juli

Obwohl der Juli uns noch mit seiner warmen Sonne verwöhnt, ist der Herbst bereits auf dem Vormarsch. Das Gemüse, das im Juli gesät wird, hat daher nur eine begrenzte Zeit, um sich vollständig zu entwickeln. Daher stellen sich viele Gärtner die Frage: Welches Gemüse kann man noch im Juli pflanzen? Die Unsicherheit ist oft noch größer, wenn es um die Aussaat im Juli geht. Es gibt jedoch tatsächlich eine Vielzahl von Pflanzen, die man im Juli noch aussäen oder pflanzen kann.

Was kann man im Juli pflanzen?

Zu der Gartenarbeit im Juli gehört auch noch das Pflanzen neuer Gartenbewohner. Besonders Pflanzen mit langer Entwicklungszeit haben bis zum Herbst aber kaum eine Chance, sich vollständig im Beet zu etablieren – statt sie auszusäen, pflanzt man deshalb die vorgezogenen Pflanzen. Die Jungpflanzen können Sie entweder im Gartenhandel kaufen oder selber im Haus vorziehen. Brokkoli, Kohlrabi und Blumenkohl, aber auch andere Kohlsorten können so noch einmal den Weg in den Garten finden. Ebenfalls kann man zahlreiche Salatsorten, beispielsweise Radicchio sowie Lauch, als Jungpflanzen im Juli noch einmal ins Beet setzen.

Durch die Ernte wird im Sommer auch im Hochbeet wieder ein Platz frei. Tatsächlich eignen sich für die Nachbepflanzung im Hochbeet Jungpflanzen von Brokkoli, Kohlrabi und Co. Auch mehrfach tragende Erdbeeren kann man einpflanzen– Früchte bilden sich aber erst im nächsten Jahr. Achten Sie dabei jedoch auf die Fruchtfolge im Hochbeet: Nicht alle Pflanzen vertragen sich problemlos miteinander. Im Ziergarten kann die Bart-Iris im Juli gepflanzt werden. Auch Narzissen (Narcissus) können im Juli geteilt und die Zwiebeln neu ausgepflanzt werden.

Hier eine kurze Übersicht:

  • Gemüse: Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Kohlrabi, Lauch, Rosenkohl, Wirsing, Spitzkohl, Chinakohl
  • Obst: Mehrfach tragende Erdbeeren
  • Salat: Feldsalat, Eissalat, Endivie, Batavia, Portulak, Radicchio
  • Ziergarten: Bart-Iris, Narzissen

Was kann man im Juli säen?

Auch wenn es viele nicht wissen: Es gibt eine ganze Reihe von Pflanzen, die man während der Gartenarbeit im Juli aussäen kann. Besonders bieten sich Pflanzen mit einer kurzen Wachstumsdauer wie Salat und Radieschen an: Im Juli ausgesät, können sie passend zum Herbst geerntet werden. Auch zahlreiche Kräuter wie Petersilie oder Basilikum können im Juli noch gedeihen. Ebenso klappt das Anbauen von Bohnenkraut und Majoran , wenn sie in eine gute Kräuter- und Aussaaterde gepflanzt werden.

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Auch der Spinat kann nun noch einmal ausgesät werden. Der Juli ist außerdem der letzte Termin, um Buschbohnen und Möhren auszusäen: Erstere sollten spätestens Mitte Juli, Letztere Anfang Juli ausgesät werden. Chinakohl findet erst im Juli perfekte Bedingungen für sein Wachstum vor.
Im Ziergarten kann im Juli auch noch so Einiges ausgesät werden – Stockrosen müssen als zweijährige Pflanzen im Juli ausgesät werden, damit sie im nächsten Jahr blühen. Anfang Juli kann auch der Islandmohn ausgesät werden, der ebenfalls im nächsten Jahr seine Blüten zeigt.

Hier eine kurze Übersicht:

  • Gemüse: Buschbohnen, Chinakohl, Herbstrettich, Möhren, Radieschen, Spinat, Winterheckenzwiebel, Winterrettich, Lauchzwiebel
  • Salat: Feldsalat, Eissalat, Endivie, Batavia, Portulak
  • Ziergarten: Islandmohn, Stockrosen

Ernte im Juli: Was ist jetzt reif?

Die Ernte ist im Juli für den Gärtner besonders abwechslungsreich, denn zahlreiche Gemüse-, aber auch Salat- und Obstarten sind nun reif für die Ernte. Neben altbewährten Klassikern wie Kartoffeln , Erbsen und Zwiebeln kann man auch zahlreiche Kohlsorten ernten. Ebenso sind Salat- und Einlegegurken reif.
Im Gewächshaus haben außerdem Tomate und Paprika ihre Reife erreicht. Besonders Schleckermäuler kommen im Juli auf ihre Kosten: Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren spenden ihre süßen Früchte. Und auch an den Obstbäumen hängen die ersten Früchte: Aprikosen , Mirabellen und Kirschen können endlich geerntet werden.

Hier eine kurze Übersicht:

  • Gemüse: Blumenkohl, Brokkoli, Champignons, Chinakohl, Dicke Bohnen, Einlegegurken, Erbsen, Karotten, Kartoffeln, Kohlrabi, Mangold, Porree, Radieschen, Rettich, Rotkohl, Salatgurken, Stangenbohnen, Spitzkohl, Weißkohl, Wirsing, Zucchini, Zwiebeln
  • Salat: Bativasalat, Eichblattsalat, Eisbergsalat, Kopfsalat, Lollo Rosso, Löwenzahn, Radicchio
  • Obst: Aprikosen, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Mirabellen, Sauerkirschen, Stachelbeeren, Süßkirschen
  • Gewächshaus: Paprika, Tomate

Was blüht im Juli?

Im Juli verwandeln sich viele Gärten in ein wahres Blumenmeer. Kein Wunder, schließlich haben zahlreiche Blumen ihre Blütezeit im Juli. Besonders schön sind beispielsweise die Blüten des Storchschnabels, die in zahlreichen Farbvariationen blühen. Aber auch Purpur-Sonnenhut, Phlox und Rittersporn zeigen ihre farbenfrohen Blüten. Besonders imposant präsentieren sich im Juli die ersten blühenden Sonnenblumen. Doch auch größere Pflanzen offenbaren ihre Blüten: Die Strauchkastanie zeigt ihre Blütenkerzen. Im Gemüsegarten zeigt das Currykraut seine gelben Blüten, die einen auffälligen Kontrast zu den silbernen Blättern bieten. Auch Basilikum treibt nun seine Blüten aus.

Hier die kurze Übersicht:

  • Stauden: Blauer Bubikopf, Phlox, Purpur-Sonnenhut, Rittersporn, Schafgarbe, Spornblume, Storchschnabel, Wunderblume
  • BlumenSonnenblume, Ringelblumen, Kapuzinerkresse, Löwenmäulchen, Zinnie
  • Bäume und Sträucher: Linden, Sommerflieder, Schönfrucht, Strauchkastanie
  • Kräuter: Currykraut, Lavendel, Muskatellersalbei, Ysop

Weitere Gartenarbeiten im Juli

Die Aufgaben im Garten im Juli beschränken sich nicht nur auf das Säen und Ernten, sondern umfassen auch viele andere Bereiche. Daher gibt es im Juli auch folgende zusätzliche Gartenarbeiten zu erledigen:
Rosen pflegen: Rosen sollten im Juli noch ein letztes Mal mit vornehmlich organischem Dünger versorgt werden, damit ihre Zweige zum Winter hin ausreifen können. Nach dem Düngen der Rosen ist eine ausreichende Versorgung mit Wasser zu gewährleisten. Aber auch die Bodenpflege darf bei den Rosen im Juli nicht zu kurz kommen. Der Boden sollte aufgelockert und Unkraut regelmäßig entfernt werden.

Haben Sie hierzu Fragen oder benötigen Unterstützung? Dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren – wir sind gerne für Sie da, um Ihnen bei Ihren Gartenarbeiten zu helfen, Ihnen Ratschläge zur Aussaat und Pflege von Pflanzen zu geben und Ihre Fragen zu beantworten!

Regelmäßiges Gießen: Der Juli ist oftmals besonders heiß und trocken. Insbesondere Gartenpflanzen leiden unter dem heißen Wetter – damit sie nicht eingehen, ist daher regelmäßiges Gießen ein Muss. Wie man dabei richtig vorgeht, erfahren Sie in unserem Artikel „Urlaubsservice“.

Tipp: Rechtzeitig „Pflanzensitter“ suchen oder Selbstbewässerungssysteme installieren. Wir stehen Ihnen auch während Ihrer Urlaubszeit an Ihrer Seite!

Pflegeschnitt: Der Juli ist die perfekte Zeit, um vielen Pflanzen einen Pflegeschnitt zu gönnen. Verblühte Stauden wie Storchschnäbel profitieren von einem Teilrückschnitt und können einem die Arbeit sogar mit einer Nachblüte danken. Auch Bodendecker wie Efeu sollten Anfang Juli zurückgeschnitten werden, um eine bessere Verzweigung der Pflanze zu stimulieren.

Rasen sprengen: Auch Grasflächen leiden im Juli unter Hitze und Trockenheit. Um zu verhindern, dass das Gras vertrocknet und unansehnlich braun wird, sollte man den Rasen regelmäßig sprengen. Um einer Verbrennung des Rasens vorzubeugen, ist es ratsam, vor allem die frühen Morgenstunden zur Bewässerung des Rasens zu nutzen, da zu dieser Tageszeit die Verdunstungsrate am geringsten ist. Lesen Sie hierzu auch gerne unseren Artikel „Rasenpflege“.

Teich pflegen: Hohe Temperaturen und eine starke Sonneneinstrahlung sorgen im Juli dafür, dass sich rasch Algen auf dem Teich ausbreiten. Wer die Algenbildung nicht vorsorglich durch das Einsetzen von Teichpflanzen reduziert hat, sollte nun regelmäßig die grünen Algen mit einem Kescher abfischen. Hilfreich ist auch eine zusätzliche Beschattung der Wasserfläche, beispielsweise durch die Blätter der Seerose. Neue Seerosenpflanzen können ab Anfang Juli stufenweise in den Teich eingegliedert werden.

Kompost richtig lagern: Besonders im Juli fällt viel Rasenschnitt an. Eine gute Möglichkeit, um das Schnittgut zu recyceln, bildet das Kompostieren im eigenen Garten. Doch Obacht – wird der schwere Rasenschnitt einfach auf einen Haufen geworfen, kann er zu faulen beginnen. Mit kleinen Ästen und Zweigen kann man während der Kompostierung für eine gute Belüftung sorgen, sodass es nicht zur Fäulnis kommt.

Himbeeren mulchen: Der Juli kann manchmal ganz schön warm werden – keine optimalen Bedingungen für Himbeeren, die als Waldpflanzen einen gleichmäßig feuchten und kühlen Boden bevorzugen. Damit man dies auch im Sommer bieten kann, ist eine Mulchschicht von großer Bedeutung.

Sonnenbrand bei Blumenkohl vermeiden: Sonnenbrand am Blumenkohl sieht nicht nur unschön aus, sondern kann der Pflanze stark zusetzen. Damit es gar nicht erst so weit kommt, lohnt es sich, die Pflanze im Sommer zu schattieren: Durch das Umknicken der äußeren Blätter wird die Knospe geschützt und der Kohl kann ohne Sonnenbrandgefahr weiterwachsen.

Kräuter ernten und trocknen: Zahlreiche Kräuter erreichen im Juli den Höhepunkt ihres Aromas. Besonders wenn man die Kräuter konservieren will, sollte man sie nun ernten. Dadurch bleibt der Geschmack der Kräuter nicht nur besonders intensiv, das warme Wetter im Juli lädt auch zum Trocknen der Kräuter an der Luft ein, was als schonendstes Konservierungsverfahren gilt.

Erdbeeren pflegen: Im Juli erreichen zahlreiche Erdbeersorten das Ende ihrer Erntezeit. Trotzdem sollten sie weiter gepflegt werden: Fleckige Blätter sollten von den Pflanzen entfernt, Ausläufer gekappt werden. Eine organische Düngung sorgt für eine ausreichende Nährstoffversorgung der Pflanzen, sodass sie für die nächste Erdbeersaison gerüstet sind.

Jan Schulze

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